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Interview mit Tanja Marfo von „Kurvenrausch“

Plus-Size-Bloggerin Tanja Marfo ist seit 2013 mit ihrem Blog „Kurvenrausch“ erfolgreich. Mit uns hat sie über Bodylove, Must-Haves für kurvige Mädels und ihr eigenes Lieblingsteil gesprochen.

Instagram: kurvenrausch

Welche Message möchtest du mit deinem Blog und Instagram-Channel verbreiten?

Als ich mit meinem Blog begann, wollte ich anfangs eher Styling-Tipps geben und meine Meinung niederschreiben. Schnell habe ich gemerkt, dass ich nicht “nur” über Mode und Beauty berichten will, sondern so viele Worte in mir trage, die einfach raus wollen. Ich möchte zeigen, wie attraktiv Frauen in allen Konfektionen sind, wie schön weibliche Körper sind und dass Vielfalt etwas ganz Normales ist.
Außerdem möchte ich auf falsche Sehgewohnheiten aufmerksam machen und zeigen, dass wir unsere Körper lieben können – so wie wir sind.
Auch meine Plus Size Fashion Days – Deutschlands einzige Fashion Tage für große Größen – sind ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Ich finde, dass alle Konfektionen in den Medien gesehen werden müssen. Nur so kann in unserer Gesellschaft ein Umdenken stattfinden.

Welches Feedback bekommst du von deinen Followern?
Ich bekomme regelmäßig Nachrichten und E-Mails in denen sich hauptsächlich Frauen bedanken, dass ich ihnen Mut mache, sie durch mich endlich wieder Kleider anziehen. Die Liste positiver Dinge ist so lang. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich andere bewege und berühre.

Wie stehst du selbst zu deinem Körper?

Ich habe lange gebraucht bis ich an den Punkt kam, an dem ich mich annehmen konnte. Es bringt nichts ständig an sich herum zu kritisieren oder sich gar zu vergleichen. Das endet niemals gut. Ich passe gut auf meinen Körper auf und bin mir selber eine gute Freundin geworden.

„Gut sitzende Wäsche sollte jede Frau haben“

Was magst du besonders an deinem Körper?

Besonders meine Augen, meine weiche Haut, mein Lächeln, meinen Mund und meine Taille.

Was sollte jedes Curvy-Girl unbedingt im Schrank haben?

Ich persönlich finde, dass wir viel zu wenig Geld in gute Basics investieren. Eine wichtige Grundlage ist vor allem gut sitzende Wäsche, die jede Frau braucht.
Das klassische schwarze Kleine, ein paar Blusen, gut sitzende Jeans, Lederjacken, Pencil Skirt, einen langen Mantel und Kuschelpulli sind mir sehr wichtig.

Was bedeutet für dich „Bodypositivity“?

Bodypositivity ist ein Begriff, der für viele recht neu ist. Ich bin es leid, dass wir FETT und PLUS SIZE negativ besetzen. Dass wir DÜNN immer noch als Ideal ansehen. Das wir eigentlich alle lieber schlank wären und eigentlich alles schrecklich leiden. Come on!
„Bodypositivity“ ist keine Ausrede für dicke Menschen, dass sie den ganzen Tag Essen in sich rein stopfen. Es ist vielmehr eine Möglichkeit, sich und seinen Körper endlich zu lieben – in einer Gesellschaft, die ALLEN Frauen in ALLEN Konfektionsgrößen sagt, dass sie nicht gut genug sind und damit richtig viel Geld verdienen.

Schaust du dir TV-Shows wie „Curvy Supermodel“ an? Wenn ja/nein, warum/nicht?

Ich muss zugeben, dass ich etwas zwigespalten bin, was die Serie angeht. Auf der einen Seite finde ich, dass die Mädchen teilweise sehr vorgeführt werden. Sie zeigen ständig nackte Haut und werden sehr oft in eine Opferrolle gedrückt.
Auf der anderen Seite sind mir Menschen wie Angelina sehr sympathisch. Die Sendung kann man kritisieren, sie führt aber auch dazu, dass wir nicht nur photogeshoppte Bilder seh,en sondern mal mehr als die standarmäßige 38er-Konfektion.

Was ist dein Lieblingsteil in deinem Kleiderschrank?

Ich habe erst vor kurzem den perfekten Rock für mich bekommen und ich liebe ihn. Ein schwarzer Pencil Skirt (siehe unten) aus der aktuellen „Ashley Graham for Marina Rinaldi“- Kollektion. Er sitzt wie angegossen und hat eine hohe Leibhöhe. Der Rock kaschiert das ein oder andere Röllchen und kann super kombiniert werden.

Diesen Rock möchte Tanja in ihrem Kleiderschrank nicht missen.

 

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